PROJECTS

UNSERE POLARITÄT

„Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, / Er liebt sich bald die unbedingte Ruh; / Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, / Der reizt und wirkt, und muss, als Teufel, schaffen.“ ( Goethe, 2019, V. 340 f.)

In seiner Ambivalenz, der unerlässlichen Suche nach Erfüllung und dem Scheitern in ebendieser zu verweilen, hält die Figur Faust aus der Tragödie von Goethe noch heute unserer Gesellschaft den Spiegel vor. Doch wohin führt uns die Negation des Verweilens?

Wir befinden uns derzeit in einer Umbruchphase, die als Möglichkeit genutzt werden kann sich mit dem Ethos unserer Zeit auseinanderzusetzen, um die gewonnenen Erfahrungen bestmöglich für die Zukunft zu nutzen. Die Fotografien spiegeln die Auseinandersetzung der Tragödie Faust Erster Teil in Bezug zur heutigen Zeit wider. Die Selbstinszenierungen bestechen durch ihre Farbvielfalt, die nach Goethes Farbenlehre verwendet wurden und regen dazu an, sich mit Faust auf eine Reise zu begeben, sich im Spiegel der Tragödie selbst zu hinterfragen und zu entdecken.

PORTRAITS

ROSAROT WÄR` MIR LIEBER GEWESEN

Unsere Emotionen beeinflussen unseren Blick auf die Welt. Während manch frisch Verliebte ihre Umwelt durch eine rosarote Brille wahrnehmen, sehen andere in einer Situation der Gefahr nur noch Rot. Durch Corona steht nun alles Kopf. Sowohl der Alltag, als auch die Wahrnehmung dessen was uns umgibt, hat sich verändert. Geprägt durch die Pandemie, dokumentiert diese Serie meine neue Sichtweise.